Pseiko
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Anmeldungsdatum: 01.02.2007
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Die No Angels haben Riesenspaß am Comeback: Es lodert wieder
Jessica, Lucy, Sandy und Nadja wollen zu viert noch einmal als No Angels durchstarten. "Wir stecken voller Tatendrang".
(tsch) Was haben The Stooges, Take That und die No Angels gemeinsam? Sie waren sensationell erfolgreich, trennten sich irgendwann und hoffen nun auf ein Comeback. Die erfolgreichste Girl Band Kontinentaleuropas - so dürfen sich die No Angels nennen, weil dann die Spice Girls nicht zählen - gab zu Beginn des Jahres auch gleich "das Comeback des Jahres" bekannt: Zwar ist eine nicht mehr mit von der Partie, aber die vier verbleibenden Mädels sprühen Funken vor guter Laune, die einfach wieder zünden müssen. Die lodernde Flamme ist noch immer Markenzeichen der Band, die sich 2000 aus den Siegerinnen der ersten "Popstars"-Staffel formierte. Die erste neue Single "Goodbye To Yesterday" tat ihr übriges: Der Hitgarant im bewährten No-Angels-Sound erreichte als höchster Neueinsteiger Platz neun der deutschen Airplaycharts.
Am 31. Januar machten Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Jessica Wahls und Nadja Benaissa in München ihr Comeback offiziell, stellten die Single vor - und mussten sich die Augen wischen. "Die Tränen fließen in letzter Zeit wirklich oft," berichtet Nadja, als sie einen der vielen Pressetermine wahrnimmt. Der Rummel ist erst einmal wieder groß. "Es gibt zurzeit so viele emotionale Momente. Alles ist noch viel schöner, als wir uns das vorgestellt hatten!"
Initiiert hat den Neuanfang Lucy Diakovska, die schon ganz alleine voller Energie für fünf zu stecken scheint. Vor gut einem Jahr trommelte sie die Bandmitglieder wieder zusammen, die den Kontakt während der drei Jahre Pause ohnehin hielten. Keine andere Casting-Band konnte bisher an den Erfolg der No Angels heranreichen. "Wir gingen damals in die Show, um zu zeigen, was wir können," meint Lucy. "Heute gehen die Leute dorthin, um Stars zu sein." 2003 trennten sich die Mädels. Sie hatten innerhalb kürzester Zeit nahezu alles im Musikbusiness erreicht. Und waren erschöpft. "Erst danach habe ich verstanden, was No Angels war, wie wertvoll und intensiv diese Zeit war, aber ich konnte es damals gar nicht genießen. Jetzt haben wir uns wieder selbst gecastet!" Lucy ist begeistert. Nur Vanessa Petruo ließ sich davon nicht mehr anstecken: aus persönlichen und beruflichen Gründen. Sandy formuliert es diplomatisch: "No Angels steht für fünf. Ihr Fehlen macht sich bemerkbar, und sie ist auch nicht ersetzbar, aber das Wichtigste ist, dass jeder mit dem glücklich ist, was er tut." Die übrigen Vier sind dafür Feuer und Flamme. "Wir haben jetzt eine andere Art, unser Ding zu machen, weil wir jetzt wissen, wie es geht!" Lucy setzt jetzt auf Eigeninitiative. "Wir wollen uns nicht verheizen."
Natürlich ist die Frage nicht ganz aus der Luft gegriffen: Bündeln sie deshalb wieder iher Kräfte (Stimmen, Charme) weil keiner solo der richtig große Sprung in die Charts gelang? Einhelliges Kopfschütteln. "In der Relation zu No Angels fanden die Solonummern vielleicht nicht so viel Aufmerksamkeit", widerspricht Jessica entschieden. "Aber für uns persönlich waren das zum Teil die größten Erfolge. Die hatten wir alleine zu verantworten." "Es geht uns nicht um Charts", sagt Lucy. "Wir wollen ein Welle der Emotion auslösen!" schwärmt Jessica. Dann kichern sie wieder alle. "Wir wollen die Nation rocken!"
Solo strebten sie in unterschiedliche musikalische Richtungen - deutschsprachige Texte, Soul - zu unterschiedlich für die Gruppe: "Deshalb hatten wir ja alle unsere Soloplattform: um unsere individuellen Facetten nach vorne zu bringen und zu zeigen, was in uns steckt", sagt Nadja. Jetzt ist erst einmal wieder die Band dran - und die knüpft musikalisch am bewährten Sound an. Darüber waren sich alle einig. Die Sängerinnen verlassen sich auf die "supergenialen Songwriter" und wollen sich mit Stücken aus eigener Feder zurückhalten. "Ich fand es eigentlich mal wieder angenehm, nicht die ganze Verantwortung zu tragen," sagt Nadja, "und mich als Sängerin voll ausleben zu können." Zumal sich die Stimmen, wie die No Angels sich gegenseitig bestätigen, enorm entwickelt haben. "Jessica hat sich von allen am meisten gewandelt", findet Nadja. "Sie hat stimmlich so viel Potenzial dazugewonnen und sich auch menschlich verändert - schließlich hat sie ein Kind bekommen. Sie ist immer noch eine sehr direkte, ehrliche Person, aber Sie ist wesentlich diplomatischer geworden."
Die Pause hat sie alle "als Menschen und als Künstler" reifen lassen, findet auch Lucy. Alle seien nun ein wenig erwachsener und selbstbewusster, wissen, was auf sie zukommt. Deshalb wollen Lucy, Sandy, Nadja und Jessica nun auch bestimmte Fehler vermeiden: Ruhepausen, Freunde und Familie, die Partner von Sandy und Jessica, das soll diesmal nicht zu kurz kommen. Nadja und Jessica haben Kinder, für die sie sich auch als No Angel ausreichend Zeit nehmen wollen. Und alle möchten die neue gemeinsame Zeit bewusster genießen. "Wir wollen uns nicht wieder so kaputt machen, dass wir nach drei Jahren keine Lust mehr haben."
Ehe im April das neue Album erscheint, müssen die vier Profis die übliche PR- und Charme-Offensive fahren, und sie scheinen wieder unheimlich viel Spaß daran zu haben. Sie erschienen noch am 31. Januar traditionell beim ihnen wohlgesonnenen Günther Jauch in "Stern TV", überreichten Lionel Richie die Goldene Kamera, und ProSieben widmet ihnen "We love... No Angels - Das Comeback des Jahres " (Mittwoch, 14.03., 22.15 Uhr). Die No Angels genießen gerade vor allem das Zusammensein.
"Wir sind uns sogar viel näher als früher. Wir haben uns schon immer super verstanden, auch wenn wir den ganzen Tag aufeinander rumhingen. Wir kennen uns jetzt sieben Jahre und haben die extremste Zeit miteinander erlebt - das verbindet enorm. Die Mädels sind eigentlich meine besten Freundinnen." Bislang, sagt Nadja, waren auch die Reaktionen durchweg positiv: "Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist für sie ganz selbstverständlich, dass wir wieder da sind."
Quelle: In-online.de |
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